ICD-10: T14.3

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…oder so aehnlich. Am letzten Tag des Quilito-Loops kam dann doch noch was dazwischen. Eine Treppenstufe. Ich war etwas geschafft von der Wanderung und konnte den Sturz nicht abfangen, das uebernahm dann mein Knoechel und war so stolz auf sich, dass er erstmal anschwohll. Und weh tat.

Weil wir dem Fuss die Busfahrt im engen Bus auf mieser Piste nicht zumuten wollten ging es fuer $ 100 im organisierten Privatauto zurueck nach Quito. Inzwischen wirkte alles schon wieder halb so schlimm, aber ich wollte doch lieber ins Krankenhaus um den Fuss roentgen zu lassen.

Uns erwartete ein Empfangsbereich mit plaerrendem Fernseher und VISA- und Mastercard-Aufklebern an den Scheiben. Ueberraschend schnell wurden wir nach einer ersten Zahlung von $ 12 aufgerufen. Ohne Frage, was denn sei, erstmal Fieberthermometer in den Mund, Blutdruck und Puls gemessen. Das ganze in einem grossen Raum mit anderen, deren Verletzungen, mein Wehwehchen irgendwie marginal erscheinen liessen.

Dann doch ein Doktor. Erstmal Schmerzmittel in die Vene? Nein. Das konnte ich gerade noch verhindern. Tut ja auch nicht weh. Also weiter. Roentgen. Halt, erstmal wieder bezahlen gehen.

15 Minuten spaeter. Viele alt aussehende Maschinen. Hab Vertrauen! Die Kontrollaufkleber sehen ja neu aus. Bleischuerzen sind da, aber bleiben an der Wand hangen. Ich warte auf die Bilder, waehrend das Roentgenpersonal Fussball guckt. Kein Grund zu klagen. So habe ich Zeit ein wenig mit dem Rollstuhl zu turnen. Johanna wartet waehrend dessen auf dem Flur in Gesellschaft von Menschen, die eher tot als lebendig wirken.

Guter Dinge geht es wieder nach unten. Es tut ja nichts weh. Oh! Ich muss zum Traumatologen? Irgendwas ist nicht an seinem Platz? Wir verstehen nicht so richtig. Aber erstmal wieder bezahlen, dann gehts weiter. Ok.

Die Traumatologin erklaert es uns besser. Es ist nichts. Aber dick. Und damit der Fuss ruhig bleibt kommt Gips rum. Hmmm. Wie lange. Erstmal acht Tage. Naja.

Was bleibt ist das ungute Gefuehl vielleicht doch lieber in ein teureres Krankenhaus gegangen zu sein. Irgendwie gibt es ja auch schon Gehgips und dergleichen. Aber dann waere uns ja auch diese Erfahrung erspart geblieben: ueberfuellte Gaenge mit abblaetternder Farbe an den Waenden. Kein Haendewaschen, keine Handschuhe, dafuer zumindest nette Aerzte. Letzteres aber vielleicht auch nur der Gringobonus.

Fuer mich bis nachsten Freitag also erstmal nichts weiter. Lesen. Hoerspiele. Spansich lernen. Schlafen.

~ von Mario - 20. November 2008.

3 Antworten to “ICD-10: T14.3”

  1. Wow, guter Anfang. Aber hattest du das nicht eigentlich auch eingeplant. Ich meine lesen, Hörspiele, schlafen.

    Hoffentlich gehts bald besser. Ich drücke die Daumen.

    …und das nächste mal ein bißschen vorsichtiger.

  2. GUTE BESSERUNG!!

  3. Von mir auch, gute besserung!! Aber damit eröffnet sich ja auch wieder das Potential zum improvisieren, neue Pläne entwerfen etc.. :-)

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