Filmtagebuch: Aguirre, der Zorn Gottes

Werner HerzogAguirre, der Zorn Gottes

Nachdem Fitzcarraldo so viel Beigeisterung hinterlassen hat lies Aguirre natürlich nicht lange auf sich warten.  Aber diesmal haben wir uns anfangs durch ziemlich viel logische Problemchen in einer verhätnismäßig handlungsorientierten Geschichte quälen müssen.  Das liess zum Glück zur Mitte hin nach – die Handlung und die Qual. Und diese wunderbare Stimmung aus Fitzcarraldo hat wieder gesiegt.

Um was es eigentlich geht ist schwer zu sagen. Vordergründig um einen spanischen Eroberer, der auf der Suche nach dem sagenumwobenen Eldorado, dem Land aus Gold ins Amazonasbecken aufbricht. In Wirklichkeit stellt der Film aber die Nichtigkeit dieser Wünsche aus. Nicht mehr als ein paar Dutzend Spanier müssen auch im Dschungel noch einen Kaiser bestimmen, desen wesentliche Aufgabe darin besteht besser als die anderen zu essen. Das Protokoll wird auch vor der übermächtigen Kulisse des Urwalds gewahrt, der am Ende doch alle vernichten wird.

Der Schluss ist wunderbar. Aguirre, der letzte Überlebende auf dem treibenden Floß befehligt ein Schar Affen, kurz bevor auch diese ihn verlassen. Der Fluß ist so mächtig, dass der Wald um sie herum überflutet ist, keine Möglichkeit an Land zu gehen. Verdammt in den Untergang zu treiben.

~ von Mario - 30. Juni 2008.

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