Filmtagebuch: Fitzcarraldo

Wildnis ist für mich ein unbestimmtes Gefühl einer vagen Bedrohung. Wenn ich sie mir vorstellen soll ist es einer dieser riesigen für uns namenlosen Ströme, die sich ihren Weg duch die tropischen Regenwälder fressen. Mir fallen nur wenig Orte ein, die auf mich so bedrohlich und gleichzeitig so attraktiv wirken.

Apocalypse Now ist lange her, aber hier habe ich glaube zuletzt dieses Gefühl so gut eingefangen gesehen, wie jetzt bei Fitzcarraldo. Einer lange Fahrt durch eine Landschaft, die durch ihre übermächtige Ruhe einschüchtert und von einem an Symbolhaftigkeit kaum zu überbietendenem Bild – ein Schiff wird über einen Berg gezogen – gekrönt wird.

Vielleicht genauso interessant wie der Film selbst ist dessen Entstehungsgeschichte, die im Wesentlichen der Handlung des Films gleich kommt. Fitzcarraldo zieht aus Leidenschaft ein Schiff über den Berg, Werner Herzog kämpft sich durch die Dreharbeiten, muss mittendrin noch einmal neu beginnen um dann mit Kinski vor neuen Herausforderungen zu stehen, die letzendlich ihren eigenen Film Wert waren.

~ von Mario - 26. Mai 2008.

2 Antworten to “Filmtagebuch: Fitzcarraldo”

  1. Allein das von dir gepostete Bild ist schon großartig.

    In dem Dokumentarfilm fand ich Werner Herzog unerträglich, auch wenn der Film wirklich interessant ist, war mir seine Rolle dort viel zu viel.

  2. Geht mir genauso. Ich kenne zwar nicht den ganzen Dokumentarfilm, aber die Ausschnitte und was ich sonst noch so von ihm gesehen habe lassen mich immer schaudern…

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: