Revolution

Vor dem Ibero-Amerikanischen Institut am Potsdamer Platz steht eine Statue von José de San Martin, Befreier Argentiniens, Chiles und Peru. Als ich heute eine kleine Pause vom Schreiben machte, konnte ich gar Sonderliches dort beobachten. Wie ich später erfuhr ist am 25. Mai der Jahrestag der ersten selbständigen Regierung in Argentinien. Nachträglich hatten sich nun zu diesem Anlass die gesamte Führungsriege des Instituts, zahlreiche Herren in dunklen Anzügen – vermutlich Botschaftspersonal – und einige Militär vor dem steinernen Antlitz des Revolutionärs versammelt, legten blau-weiße Kränze nieder und lauschten andächtig den spanischen Worten der Redner. Alle guckten sehr ernst und irgendwie traurig. Zum Abschluss spielte ein eigens herbeigetragender Kassentenrecorder die argentinische Nationalhymne und die Militärs salutierten stramm. Und im Hintergrund, nur einige wenige Meter entfernt, rasten derweil desinteressierte Berliner die Potsdamer Straße entlang.

[Bild]

~ von Anna - 26. Mai 2008.

3 Antworten to “Revolution”

  1. Klingt nach einem Paralleluniversum

  2. Klingt nicht so, als würde eine unabhängige Regierung gefeiert werden. Aber man soll nicht kleinlich sein, sondern salutieren, wo die Feste fallen.

  3. Schön finde ich die Vorstellung des Kassettenrekordes, der gegen den Straßenlärm ankämpft.

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